Dienstag, 07. März 2017

Statt Mauern: Begegnung auf Augenhöhe

15 ehrenamtliche Patinnen und Paten für Familien und für Flüchtlingskinder schlossen jetzt ihre Qualifizierung für Patenprojekte in der Pfarre Sankt Vitus ab. Propst Dr. Peter Blättler (links) beglückwünschte sie zum Ab-schluss des Kurses, den Walburga Iseken vom Caritasverband (2.v.l.), Gemeindereferent Wolfgang Mahn (3.v.l.), ÖJE-Mitarbeiterin Svenja Kallies (nicht auf dem Foto) und Trainerin Rosi Platzmann (3.v.r.) leiteten. 15 ehrenamtliche Patinnen und Paten für Familien und für Flüchtlingskinder schlossen jetzt ihre Qualifizierung für Patenprojekte in der Pfarre Sankt Vitus ab. Propst Dr. Peter Blättler (links) beglückwünschte sie zum Ab-schluss des Kurses, den Walburga Iseken vom Caritasverband (2.v.l.), Gemeindereferent Wolfgang Mahn (3.v.l.), ÖJE-Mitarbeiterin Svenja Kallies (nicht auf dem Foto) und Trainerin Rosi Platzmann (3.v.r.) leiteten. @ Pfarre Sankt Vitus

Pfarre Sankt Vitus, Ökumenische Jugendarbeit Eicken und Caritas schulten ehrenamtliche Paten

Mönchengladbach. Sie unterstützen demnächst Familien in der Pfarre Sankt Vitus mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren oder begleiten Flüchtlingskinder: 15 ehrenamtliche Paten haben jetzt einen Qualifizierungskurs abgeschlossen. Während einer Beauftragungsfeier im Marienheim erhielten sie ihre Zertifikate.

Heidi Bolten hat fünf Kinder, das jüngste ist 13, und wenn mittags alle zusammen sitzen, genießt sie die Gespräche und das Gefühl von Familie. „Das möchte ich weitergeben“, sagt die 51-Jährige, die jetzt die fünfteilige Qualifizierung zur ehrenamtlichen Patin absolviert hat. Demnächst wird sie eine Familie in der Pfarre Sankt Vitus begleiten oder im Projekt für Flüchtlingskinder der ÖJE (Ökumenische Jugendarbeit Eicken e.V.) ein geflüchtetes Kind unterstützen, das die katholische Grundschule Untereicken besucht. „Kinder, die noch fremd bei uns sind, sollen die Möglichkeit haben, am Leben hier teilzunehmen – dabei will ich helfen“, betont Heidi Bolten.

Wie gut das den Kindern tut, erfährt Rita Paderhuber jeden Montag. Dann wird die Leiterin der kath. Grundschule Untereicken von einem zehnjährigen Jungen aus Mazedonien belagert: „Ich muss dir was erzählen“, sagt er immer, während er an ihrer Jacke zupft. Und dann erzählt er – von einem Ausflug mit seiner ehrenamtlichen Patin auf den Weihnachtsmarkt, vom Eis essen, vom Pizza backen oder von einem Besuch im Kindertheater. „Das absolute Highlight war für ihn ein Picknick im Bunten Garten“, sagt Paderhuber.

Das bestätigen Jana Seebald und Caroline Mitsch, die sich einmal in der Woche mit dem Jungen und seiner zwölfjährigen Schwester treffen. „Es ist toll, die glänzenden Kinderaugen zu sehen, wenn wir da sind. Egal, was wir mit ihnen unternehmen, sie sind immer begeistert. Das gibt einem so viel zurück“, sagen die beiden 30-Jährigen, die jetzt ebenfalls die Qualifizierung abgeschlossen haben.

Man könne auf die vielen geflüchteten Menschen nun einmal unterschiedlich reagieren, erklärt Bernd Schäferhenrich: „Mit Mauern und Zäunen, mit Anforderungen an die Flüchtlinge oder mit eigenem Engagement.“ Auch der pensionierte frühere Leiter der Gesamtschule Hardt hat sich für die dritte Möglichkeit entschieden.

„Es ist ein Abenteuer, auf das Sie sich einlassen, aber ein sehr reizvolles“, sagte Wolfgang Mahn, Gemeindereferent der Pfarre Sankt Vitus und Vorsitzender der ÖJE, den neuen Patinnen und Paten. Er erinnerte daran, dass 60 Prozent aller Menschen in der Mönchengladbacher Innenstadt einen Migrationshintergrund haben. Gemeinsam mit Gemeindesozialarbeiterin Walburga Iseken vom Caritasverband, Svenja Kallies von der Ökumenischen Jugendarbeit Eicken und Referentin Rosi Platzmann aus Aachen führte er die Qualifizierung durch. Seit September haben sich die neuen Patinnen und Paten auf ihren Einsatz vorbereitet. Während der Schulung setzten sie sich mit den Bedürfnissen von Familien und ihrer eigenen Rolle auseinander, beschäftigten sich mit „fremden Lebenswelten“, trainierten Kommunikation und Gesprächsführung und erhielten eine Präventionsschulung.

„Ich bin sehr dankbar, dass es Sie gibt“, betonte Propst Dr. Peter Blättler in seinem Glückwunsch an die Patinnen und Paten. Die Paten-Projekte der Pfarre Sankt Vitus und der ÖJE stünden für eine „gegenseitige Begleitung auf Augenhöhe“, fügte er hinzu: „Hier werden keine Mauern hochgezogen, hier wird voneinander gelernt.“

Kontakt:
Wolfgang Mahn - Gemeindereferent der Pfarre Sankt Vitus
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Redaktion:
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